Zum Hauptinhalt springen
Nicole-Kristin Dürksen – zur Startseite
Alle Artikel

19.02.2025

Medienkontakte aufbauen: Wo Du als Autorin konkret anfängst

Medienkontakte sind das Herzstück jeder PR. Aber wie findet man sie? Und wie baut man echte Beziehungen auf, die länger halten als eine Anfrage?

Medienkontakte sind in der PR wie Gold: Sie multiplizieren positive Berichterstattung, stärken Dein Image und bauen Vertrauen bei Deiner Zielgruppe auf. Und das Beste: Du musst sie nicht kaufen. Du kannst sie aufbauen.

Schritt 1: Die richtigen Medien finden

Wo konsumiert Deine Zielgruppe Inhalte? Welche Podcasts, Blogs, Magazine und lokalen Zeitungen lesen Deine potenziellen Leserinnen? Fang genau dort an. Nicht bei der größten Reichweite, sondern bei der passendsten. Ein Artikel in einem Buchblog, dessen Publikum exakt Deine Zielgruppe ist, bringt mehr als eine Erwähnung in einem Massenmedium, das Dein Buch in einem Satz abhandelt.

Schritt 2: Wo Du Medienkontakte konkret findest

  • ·LinkedIn: Viele Journalistinnen, Bloggerinnen und Podcasterinnen sind dort aktiv und sichtbar. Verfolge ihre Beiträge, kommentiere inhaltlich und werde so bekannt, bevor Du anfragst.
  • ·Podcast-Verzeichnisse wie Spotify, Apple Podcasts oder Podchaser: Suche nach Formaten, die Bücher besprechen oder Themen behandeln, die zu Deinem Buch passen.
  • ·Buchblog-Verzeichnisse: LovelyBooks und Bücherstadt Kunersdorf listen aktive Buchblogs nach Genre. Schau, wer in Deiner Kategorie aktiv ist und regelmäßig rezensiert.
  • ·Lokalpresse: Deine Regionalzeitung ist oft der einfachste Einstieg. Eine Autorin aus der Region, die ein Buch veröffentlicht hat, ist eine lokale Geschichte. Lokale Redaktionen suchen genau das.
  • ·Literaturhäuser und Bibliotheken: Sie veranstalten Lesungen und haben oft Kontakte zu regionalen Medien. Ein guter erster Anknüpfungspunkt.
  • ·Buchmessen: Frankfurter Buchmesse und Leipziger Buchmesse sind Netzwerk-Orte. Auch als Besucherin kann man dort gezielt Kontakte knüpfen.

Schritt 3: Die erste Anfrage schreiben

Kein PDF im Anhang. Kein Serienmail an Allgemeinadressen wie redaktion@. Schreib persönlich an den Menschen, dem Du wirklich schreiben möchtest. Nenne seinen oder ihren Namen. Erkläre in zwei Sätzen, warum Du an dieses Format denkst und nicht an irgendein anderes. Mach deutlich, was Deine Geschichte für das Publikum dieses Formats interessant macht. Nicht für alle. Genau für dieses.

Eine gute Presseanfrage ist kurz, persönlich und neugierig machend. Kein Roman, keine vollständige Pressemappe im ersten Schritt. Das Ziel der ersten Mail ist nicht ein Zusage, sondern eine Antwort.

Schritt 4: Beziehungen statt Einmal-Kontakte

Eine Journalistin, die Du nach einem Artikel einmal angeschrieben hast, um ihr für die Berichterstattung zu danken, erinnert sich an Deinen Namen. Eine Bloggerin, deren Rezension Du auf Instagram geteilt und mit einem echten Kommentar versehen hast, weiß, dass Du ihre Arbeit schätzt. Medienkontakte sind Menschen. Wer mit ihnen so umgeht, baut eine Presseliste auf, die langfristig Früchte trägt.

Medienkontakte aufzubauen braucht Geduld und Konsequenz. Aber es ist eine Investition, die sich langfristig auszahlt. Jede Veröffentlichung, auch in kleinen Medien, zählt.